Gesetzliche Kündigungsfrist oder individuelle – So kündigen Sie Ihren Arbeitsvertrag beim Jobwechsel richtig

Auf dem Weg in den neuen Job gibt es ein paar Regeln zu beachten. Erfahren Sie mehr.

Sie haben sich entschieden, den Job zu wechseln und Ihnen liegt ein Angebot für einen neue Aufgabe vor. Nun müssen Sie Ihren alten Arbeitsvertrag kündigen. Welche Fristen und Zeiträume müssen Sie beim Jobwechsel und Ihrer Kündigung beachten, damit sie fristgerecht und wirksam ist.

Müssen Sie eine Kündigung begründen?

Nein, das müssen Sie nicht. Der einfache Satz, „ich kündige das geschlossene Arbeitsverhältnis fristgerecht zum (richtiges Enddatum)“ reicht völlig aus.

Kann man mündlich oder per E-Mail kündigen?

Nein, das geht nicht. Die Kündigung eines Arbeitsvertrages muss nach $ 623 BGB der Schriftform entsprechen. Damit ist nach $ 126 BGB ein eigenständig unterschriebenes Blatt Papier gemeint.

Was sind die Unterschiede zwischen gesetzlicher Kündigungsfrist und einer individuellen?

Die gesetzlichen Kündigungsfristen sind im § 622 BGB festgeschrieben und betragen für beschäftigte Menschen vier Wochen zum 15. eines Monats oder Monatsende.

Innerhalb der ersten sechs Monate eines Arbeitsverhältnisses und bei vereinbarter Probezeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist lediglich zwei Wochen zu jedem Stichtag.

Für die Unternehmen gelten bereits nach zwei Jahren Beschäftigungsdauer gestaffelt längere Fristen. Unternehmen oder Tarifpartner können mit Beschäftigen von den gesetzlichen Kündigungsfristen abweichende individuelle Kündigungsfristen vereinbaren.

Voraussetzung bis auf wenige Ausnahmen ist, sie dürfen nicht kürzer als die gesetzlichen Kündigungsfristen sein und sie dürfen für die Mitarbeitenden nicht länger als für die Unternehmen sein.

Unternehmen können auch die für sie greifenden längeren, von der Betriebszugehörigkeit abhängigen gesetzlichen Kündigungsfristen für beide Vertragsparteien festschreiben.

Um allen Verwirrungen im neuen oder alten Arbeitsverhältnis und eventuellem Ärger mit Ihren Unternehmen vorzubeugen, lohnt sich ein frühzeitiger Blick in den aktuellen Arbeitsvertrag.

Welche gängigen Kündigungsfristen gibt es?

  • 14 Tage zu jedem Stichtag innerhalb einer vereinbarten Probezeit von maximal sechs Monaten
  • Vier Wochen zum 15. oder Monatsende
  • Ein Monat zum Monatsende
  • Zwei Monate zum Monatsende
  • Drei Monate zum Monatsende
  • Sechs Wochen zum Quartalsende

Die genannten Zahlen sind gängige Größen, die für viele Arbeitsverhältnisse angewendet werden. Es gibt natürlich auch längere Kündigungsfristen.

Was ist bei der fristgerechten Kündigung wichtig? Der rechtzeitige Zugang zählt.

Wichtig bei einer fristgerechten Kündigung ist der rechtzeitige Zugang und hier kann man einiges falsch machen. Hier ein paar Beispiele.

Vier Wochen zum Monatsende bei 30 Monatstagen:

  • Zugang der Kündigung spätestens 02. Monatstag

Vier Wochen zum Monatsende bei 31 Monatstagen:

  • Zugang der Kündigung spätestens 03. Monatstag

Ein Monat zum Monatsende:

  • Zugang der Kündigung spätestens 01. Monatstag

Der Zugang einer Kündigung muss zu einer üblichen Zeit erfolgen. Und weil unsere Gesetze teils noch aus der Postkutschenzeit stammen, ist die übliche Zeit die der Briefzustellung durch die Post. Also meistens bis mittags.

Ein Kündigungseinwurf am letzten Stichtag gegen 23.00 Uhr ist also keine gute Idee. Planen Sie besser ein wenig mehr Zeit ein. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Wie beeinflussen Sonntage und Feiertage die Kündigungsfristen?

Das Ende des Beschäftigungszeitraums kann ein Sonntag oder Feiertag sein. Das ist kein Problem. Beim Zugang sieht es anders aus.

Damit eine fristgerechte Kündigung wirksam ist, darf der allerspäteste Zugangstag nicht auf einen Sonntag oder Feiertag fallen. An diesen Tagen können Unternehmen in der Regel keine Kenntnis von der Kündigung nehmen und damit ist sie nicht fristgerecht.

Wer ist in der Nachweispflicht und wie kann das gesehen?

Den Nachweis eines rechtzeitigen Zugangs Ihrer Kündigung müssen Sie erbringen. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Die oft beste Lösung ist wohl die persönliche Übergabe an die verantwortlichen Personen in Ihrem Unternehmen. Geht das nicht, ist auch eine Abgabe an der Pforte in die Hauspost, der Einwurf in den Hausbriefkasten (ggf. mit Zeugen) oder die Zustellung per Einschreiben oder Boten denkbar. Wichtig ist nur, die Kündigung muss rechtzeitig ankommen.

Was ist, wenn Sie eine Kündigungsfrist nicht mehr einhalten können?

Im schlechtesten Fall müssen Sie dann bis zum nächsten Kündigungsdatum warten. Eine nicht fristgerecht eingereichte Kündigung ist ein Vertragsverstoß und kann arbeitsrechtliche Auswirkungen oder Schadenersatzforderungen auslösen. In vielen Fällen hilft ein Gespräch mit Ihrem Unternehmen, ob ein früherer Austritt im gegenseitigen Einvernehmen per Aufhebungsvertrag möglich ist.

Was wir Ihnen noch sagen wollen:

Auch wenn sich Wege manchmal trennen, weiß man nie, wann und wo man sich noch mal wieder trifft. Ein guter und fairer Abgang kann also der spätere Beginn von etwas gutem Neuen sein.

Planen Sie Ihren Kündigungsprozess vorausschauend und sofern möglich mit etwas zeitlichem Polster. So sind sie auf der sicheren Seite. Bitte verstehen Sie den bereitgestellten Inhalt als unverbindliche Information, jedoch nicht Rechtsberatung.

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