Höhere Zufriedenheit und Engagement durch mitarbeiterorientiertes Human Resources

In seiner Studie zur Verbreitung von Arbeitsbelastungen und körperlicher Anstrengung in Betrieben befragte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) über einen längeren Zeitraum mehr als 7000 Beschäftigte in rund 1000 deutschen Unternehmen größer 50 Mitarbeiter.

Das Ergebnis in Kurzform lautet: Betriebe mit einer intelligenten Personalpolitik aus Gesundheitsmanagement, Wertschätzung, Teilhabe und Förderung haben zufriedene und engagiertere Mitarbeiter mit stärkerer Bindung an ihre Arbeitgeber.

Multitasking und Termindruck als Hauptbelastung

Etwa 60 % aller Befragten über alle Altersgruppen gaben als belastend an, häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten zu müssen und unter Termindruck zu stehen. Etwa ein Drittel der Befragten empfinden die heutige Informationsflut durch moderne Kommunikationsmittel als belastend. Schlechte Umgebungsbedingungen wie Hitze, Kälte oder Lärm nennen etwa 40 % der Teilnehmer. Körperliche Belastungen empfinden 33 % der unter 50 jährigen als Belastung, jedoch nur 24 % der über 50 jährigen Mitarbeiter.

Aktives Gesundheitsmanagement mit zwei Effekten

Betriebe, die ihre Strukturen auf Belastungen untersuchen, können auf zwei Wegen profitieren. Einerseits lassen sich Belastungspotenziale erkennen und verringern. Andererseits fühlen sich Mitarbeiter beachtet und wertgeschätzt von ihren Arbeitgebern. Positiv bewerten Mitarbeiter insbesondere innerbetriebliche Aktivitäten wie z.B. Betriebssport, Gesundheitschecks oder physiotherapeutische Angebote.

Förderung und Wertschätzung sind Mitarbeitern wichtig

Ebenfalls positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit wirken sich qualifikationssteigernde Förderung und regelmäßige Mitarbeitergespräche aus. Auch anonyme Mitarbeiterbefragungen und damit die Möglichkeit ein Stimmungsbild der Beschäftigten zu bekommen, wird von Mitarbeitern positiv aufgenommen. Lediglich schriftliche Zielvereinbarungen verbessern die Zufriedenheit nach der Studie nicht signifikant.

Unsere Schlussfolgerung zu dieser Studie

Im Arbeitsleben sind Belastungen nicht vermeidbar. Sofern nicht bereits geschehen, lassen sich in Unternehmen jeder Größe durch teils einfache Maßnahmen die von Mitarbeitern gefühlte Belastung positiv beeinflussen. Wertschätzung und ein offenes Ohr des Arbeitgebers werden von den meisten Beschäftigten positiv wahrgenommen und mit mehr Leistung honoriert. Die stärkere Bindung von Arbeitnehmern an ein Unternehmen wird in Zeiten des Fachkräftemangels ein echter Wettbewerbsvorteil.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie auf der Seite des IAB unter diesem Link: Kurzbericht Studie

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (www.iab.de)